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Die Sage der Liechtensteinklamm
 
Der Schmied von Oberarl in der Plankenau bei St. Johann hatte seine verkrüppelte Tochter dem Teufel verschrieben, wenn dieser ihm die Gasteiner Quellen vor das Haus brächte. Bedingung jedoch war, dass dieses Werk vollendet sein musste, bevor der Hahn früh morgens zum ersten Mal krähe. Der Teufel ging auf diesen Pakt ein und begann in finsterer Nacht mit seiner Machenschaft. Die Frau des Schmiedes - als listige Hexe bekannt, erfuhr jedoch von diesem Geschäft. Rasch entschlossen, wollte sie der maßlosen Gier ihres Mannes ein Ende bereiten und tauchte den Hahn kurzum in den Brunnentrog, so dass er noch vor Tagesanbruch zu krähen begann. Als nun der Teufel vor Tagesbeginn mit den warmen Quellen gerade über die Klamm flog, hörte er zu Oberarl den Hahn krähen und stellt verbittert fest, dass er zu spät kam.
 

 
Wutentbrannt schmetterte er die Quellen in die Tiefe der Klamm auf dass sie den Menschen niemals mehr fassbar wären. Bis heute ist es auch wirklich nicht gelungen, das Heilwasser entsprechend zu fassen und für Netzwerke abzuleiten.

 

Die warmen Quellen in der Liechtensteinklamm

Aus der Festschrift "60 Jahre Liechtensteinklamm"

Der Simerl Berger von Rainbach,
Der fand in der Klamm eine Quell'n
Die steht den Gasteinern in nix nach
Nur, dass ihr die Hitze thuat fehl'n.
Die Heilkraft ist vielfach erprobt,
Hört's wia nur der Aberl Louis foppt
Für d'Pletzen und fliagade Gicht
So steht's in der Salzburger G'schicht!
 

Texte und Bilder entnommen aus
"Das Geheimnis der Liechtensteinklamm"
Walter Mooslechner
 

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